Die wahlberechtigten Tennenloher Bürger haben sich in einer offenen Unterschriftenaktion mit 98% gegen das geplante Gewerbegebiet G 6 ausgesprochen, nur 1,5 % waren dafür.
(Basis der Beteiligung: 52,5% der Wahlberechtigten)
Der Heimat- und Geschichtsverein, Arbeitskreis Tennenlohe, spricht sich gegen das G 6 aus,
- ebenso die Tennenloher Ortsgruppen von SPD und CSU
- sowie die große Mehrheit des Ortsbeirats
Die städtische Eignungsuntersuchung von 1989 stuft das Gebiet des G 6 als dreifach ungeeignet für Gewerbe ein. Die Beurteilungskriterien von damals gelten heute noch unverändert.
Baulücken und Leerstände in bestehenden Gewerbegebieten – auch am Wetterkreuz in Tennenlohe – werden nicht kreativ verwendet. Die Verkaufsbereitschaft einzelner Grundstückseigentümer im Bereich Wetterkreuz wird bisher nicht genutzt. Es besteht keine Notwendigkeit zum Flächenverbrauch für neue Gewerbegebiete, stattdessen eine Pflicht zum Flächensparen.
Erhalt wohnortnaher landwirtschaftlich genutzter Fläche in noch intakter Natur. Keine weitere Flächenversiegelung (Überschwemmungsgefahr).
Durch drohende Enteignungen am Hutgraben (Ausgleichsfläche der Bahn) erhält dieser Aspekt besonderes Gewicht (Existenzgefährdung). Grundstückseigentümer/Landwirte lehnen G 6 größtenteils ab und sind nicht verkaufsbereit.
Der Hutgraben fungiert (noch) als Grüne Lunge und zusammen mit dem Gebiet des G 6 als Kaltluftentstehungszone und dient damit dem Luftaustausch.
Der Hutgraben ist die natürliche Grenze zwischen der Wohnbebauung und dem Gewerbegebiet am Wetterkreuz südlich davon.
Das letzte freiräumige wohnortnahe Naherholungsgebiet in Tennenlohe würde zerstört werden, das bedeutet Vernichtung von Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen für immer (Verlust von Lebens- und Wohnqualität). Tennenlohe droht gewerbliche Einmauerung.
Es gibt kein adäquates Verkehrskonzept. Jeder zusätzliche Verkehr bringt noch häufigere Staus (insbesondere Weinstraße, Wetterkreuz) und Verkehrschaos sowie erhöhte Luftverschmutzung. (weitere Einzelheiten).
Die ca. 1.000 neuen Arbeitsplätze sind vorwiegend für Pendler (erfahrungsgemäß ca. 800 PKW zusätzlich); die Stadt erhält keine Lohnsteuer, muss aber Kosten für nötige Infrastruktur aus ihrem Haushalt aufbringen. Tennenlohe hat bei 4500 Einwohnern heute bereits 4900 Arbeitsplätze.
Die Stadt plant nur auf Vorrat. Es sollen bevorzugt „Ausgründungen“ und „kleinteiliges Gewerbe“ angesiedelt werden, ein akuter Bedarf ist nicht erkennbar (Gewerbesteuer ungewiss).
Durch das G 6 wird Tennenlohe jede weitere eigene Entwicklungsmöglichkeit verbaut.
Stimmen Sie beim Bürgerentscheid am 23. Oktober mit „NEIN“,
also gegen die Weiterplanung und die Realisierung des G 6 !