weitere Gesichtspunkte

  • Die wahlberechtigten Tennenloher Bürger haben sich in einer offenen Unterschriftenaktion mit 98% gegen das geplante Gewerbegebiet G 6 ausgesprochen, nur 1,5 % waren dafür.
    (Basis der Beteiligung: 52,5% der Wahlberechtigten)
  • Der Heimat- und Geschichtsverein, Arbeitskreis Tennenlohe, spricht sich gegen das G 6 aus,
    - ebenso die Tennenloher Ortsgruppen von SPD und CSU
    - sowie die große Mehrheit des Ortsbeirats
  • Die städtische Eignungsuntersuchung von 1989 stuft das Gebiet des G 6 als dreifach ungeeignet für Gewerbe ein. Die Beurteilungskriterien von damals gelten heute noch unverändert.
  • Baulücken und Leerstände in bestehenden Gewerbegebieten – auch am Wetterkreuz in Tennenlohe – werden nicht kreativ verwendet. Die Verkaufsbereitschaft einzelner Grundstückseigentümer im Bereich Wetterkreuz wird bisher nicht genutzt. Es besteht keine Notwendigkeit zum Flächenverbrauch für neue Gewerbegebiete, stattdessen eine Pflicht zum Flächensparen.
  • Erhalt wohnortnaher landwirtschaftlich genutzter Fläche in noch intakter Natur. Keine weitere Flächenversiegelung (Überschwemmungsgefahr).
    Durch drohende Enteignungen am Hutgraben (Ausgleichsfläche der Bahn) erhält dieser Aspekt besonderes Gewicht (Existenzgefährdung). Grundstückseigentümer/Landwirte lehnen G 6 größtenteils ab und sind nicht verkaufsbereit.
  • „Massiver Eingriff in das bereits schwer beeinträchtigte Biotop Hutgraben“
    (Stellungnahme des Bund Naturschutz gegen das G 6 vom 15.12.2008).
    (Aufruf des Bund Naturschutz zum Bürgerentscheid.)
  • Der Hutgraben fungiert (noch) als Grüne Lunge und zusammen mit dem Gebiet des G 6 als Kaltluftentstehungszone und dient damit dem Luftaustausch.
    Der Hutgraben ist die natürliche Grenze zwischen der Wohnbebauung und dem Gewerbegebiet am Wetterkreuz südlich davon.
  • Das letzte freiräumige wohnortnahe Naherholungsgebiet in Tennenlohe würde zerstört werden, das bedeutet Vernichtung von Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen für immer (Verlust von Lebens- und Wohnqualität). Tennenlohe droht gewerbliche Einmauerung.
  • Es gibt kein adäquates Verkehrskonzept. Jeder zusätzliche Verkehr bringt noch häufigere Staus (insbesondere Weinstraße, Wetterkreuz) und Verkehrschaos sowie erhöhte Luftverschmutzung. (weitere Einzelheiten).
  • Die ca. 1.000 neuen Arbeitsplätze sind vorwiegend für Pendler (erfahrungsgemäß ca. 800 PKW zusätzlich); die Stadt erhält keine Lohnsteuer, muss aber Kosten für nötige Infrastruktur aus ihrem Haushalt aufbringen. Tennenlohe hat bei 4500 Einwohnern heute bereits 4900 Arbeitsplätze.
  • Die Stadt plant nur auf Vorrat. Es sollen bevorzugt „Ausgründungen“ und „kleinteiliges Gewerbe“ angesiedelt werden, ein akuter Bedarf ist nicht erkennbar (Gewerbesteuer ungewiss).
  • Durch das G 6 wird Tennenlohe jede weitere eigene Entwicklungsmöglichkeit verbaut.

Stimmen Sie beim Bürgerentscheid am 23. Oktober mit „NEIN“,
also gegen die Weiterplanung und die Realisierung des G 6 !

 

G6 im Winter